Das Online Tagebuch der Klasse 12b auf ihrer Kunstgeschichtsfahrt nach und durch Griechenland

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Donnerstag, 9. August 2007

Tageseintraege vom 07.08 - 08.08 - 09.08

Vorgestern war es dann soweit: Um 18:00 trafen wir uns bei leichtem Nieselregen um die Gepaeckmassen im Bus von Nickel (zum Glueck nicht Kraemers Kothen) unterzubringen. Doch auf irgendeine Weise passte alles Hinein. Auch das Schlauchboot ohne Ruder! Allerdings auf der Rueckbank, weswegen die hinteren Vorhaenge geschlossen bleiben muessen, damit die Polizei es nicht sieht. Ueberraschend schnell war alles verstaut und so waren wir um 19:00Uhr schon eine Stunde frueher als geplant auf Achse.
Unser Fahrer "Herbert" sollte uns nun bis kurz vor die schweizer Grenze bringen. Das die Parallelklasse nur eine knappe halbe Stunde Vorsprung hatte fuehrte zu einem Wiedersehen bei jeder der drei Pauesen. Als gegen 03:00 "Herbert" gegen "Stefan" ausgetauscht war, ging es weiter in Richtung Venezia. Nach unzaehligen Maut-/Geldabknoepfstellen erreichten wir so gegen 10:30 den Hafen von Venedig.
Das Wetter: Heiss! Um nicht zu sagen Heiss und schwuel, denn es hatte geregnet. Bei gefuehlten 33(Ich finde leider das Zeichen fuer Grad nicht auf dieser griechischen Schifftastatur)C gab es dann im Schatten einer Dusche zwei Referate zu hoeren. Eines ueber das Ghetto Venedigs und eines ueber Kunst und Kultur. Nach einer kurzen organisatorischen und geschichtlichen Einleitung gab es nur noch eins: Um 15:30 spaetestens wieder da zu sein. Dass hiess etwa 4 Stunden Zeit. Also auf in die Stadt. Fuer meine Gruppe hiess das, die obligatorischen Punkte wie "Ponte di Rialto" (eine Bruecke ueber den "Canal Grande" welche - heute mit Souvenierlaeden aller Art bebaut- den einstigen Reichtum Venedigs wiederspiegelt) und den Piazza San Marco mit darauf befindlicher "Basilika San Marco" und dem Dogenpalast. Sowie ein Blick hinter die Kulissen der Touristenstadt und ein Bummel durch die unzaehligen Gaesschen an den Kanaelen entlang.
Der Rueckweg durch die verwinkelten Strassen, Gaesschen und Piazzas gestaltete sich als einen nerfenaufreibenden Kampf mit Karte und Einheimischen. Die Kanaele Venedigs stellen ein recht grosses Hindernis dar, wenn man laut Karte auf die andere Seite muss aber gerade HIER keine Bruecke mehr ist. Aber ueber "Campo Santo Stefanto" und die "Ponte del Accademia" kam man dann doch ueber Umwege (vielleicht aus Glueck oder auch Zufall) auf die Strasse zurueck zum Hafen. Sogar noch Rechzeitig - Aber knapp. Nciht dass die Faehre abefahren waere aber man moechte sich ja nach fein deutscher Manier die besten Plaetze reservieren. Also Schlafsaecke und Isomatten sowie Handgepaeck aus dem Bus herausgeraumt, Ticket erhalten und bei gefuehlten 38Grad zum Passagiereingang der Faehre getragen. Dieser verfuegte ueber eine (sehr schmaTle) Rolltreppe. Diese war jetzt dem Ansturm zweier Klassen (Kapp 70 Personen immerhin) gleichzeitig ausgeliefert und der dafuer abgestellte Fahrkartenknipser war dann doch mit so vielen Leuten und dem entsprechenden Gepaeck dann doch etwas ueberfordert... Auch das Achterdeck um den Pool herum fuellt sich recht schnell mit Gepaeck und Menschen. Daoch dann hiess es ersteinmal ... warten ... warten ... warten. Da wir schon um 16:00Uhr Ortszeit an Bord waren die Faehre aber erst um 19:00Uhr Ortszeit ablegen sollte war es viiiiiel Zeit die man warten konnte. Das Warten wurde immer mal wieder unterbrochen von Durchsagen. Sogar in vier sprachen. Sogar auf Deutsch. Leider fast nicht verstaendlich bei laufendem Motor... nach einiger Zeit und einigen Wiederholungen ist das Raetsel dann aber geloest: Die Zeit auf dem Schiff ist der unseren eine Stunde vorraus... Dann um 20:15 endlich! Wir legen ab. Die Kulisse Venedigs zieht an beiden Seiten an uns vorbei - wechselt dann in Gruenflaechen und muendet schliesslich ins Meer. Dies scheit ein unsichtbares Kommando dafuer zu sein, die Schiffsbar zu pluendern. Zuerst werden natuerlich die eigenen Getraenke in "Angriff genommen ". Zum Glueck fuer die Fans der fluessigen Nahrung ist die Bar bis 24:00 Uhr geöffnet.
Mit dem Hereinbrechen der Dunkelheit, beginnte die Suche nach einer geeigneten Langerstatt. Mit mehr oder weniger großem Erfolg. Die Innenräume sind alle schon überfüllt und so muss man mit dem Achterdeck vorlieb nehmen. Hier ist es zwar reecht laut und der darüber angebrachte Schornstein macht die Situation nicht gearde anheimelnd aber... Man hat genügend Platz um seine Isomatte auszubreiten ohne direkt vom Wind über Bord geweht zu werden. Dem Geräuschpegel auf der anderen Seite nach zu schließen, wird der Fahrtantritt noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Gegen 08:00 Uhr des nächsten Morgens (09.08.2007) beginnt der Tag mit dem Eintreffen der ersten sonnenhungrigen Mitreisenden. Also ersteinmal das Salz aus dem Gesicht gewaschen, welches sich in der Nacht aus dem Meer in das Gesicht, in den Schlafsack und auf die Isomatte in kombination muit dem Ruß befördert hatte. Auch das Duschen bei Wellengang ist eine interessante Erfahrung. Irgendwann hat man es heraus wo man stehen muss, um von genügend Wasser getroffen zu werden...
Nach dem Frühstück folgte um 10:00 Uhr ein kleines organisatorisches Trffen bei welchem überprüft wurde, ob jemand in der Nacht verloren gegangen war etc. Auch erhielten wir Endlich! die schriftliche fassung von Sophokles Elektra (aber nur etwa 6 Wochen verspätet).
Anschließend zurück zum Sonnenbaden. Auch der Schiffseigene Pool ist inzwischen mit frischem Meerwasser gefüllt wird so in den nächsten Stunden mit Schülern belagert. Erst der späte anchmittag lädt zu ruhigeren Aktivitäten wie kartenspielen, lesen und trinken ein...
Nach der Ankunft in Iougemenitza in den Abendstunden wird das Schiff leerer auch wenn es sich nach Korfu wieder etwas füllt. Endlich genug Platz um auch innen zu schlafen... Obwohl das Schiff schon gegen 06:00Uhr anlegen sollte wurde der Abend nicht unbedingt früher beendet. Noch drei Stunden bis zur Ankunft...

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

die "Fans der Flüssige"... klingt nach einer spannenden Spezies.... ich bin gespannt auf die Fortsetzung....

Anonym hat gesagt…

Sonne? 35 Grad?
An einem Tag wie gestern konnte man hier daran zweifeln, dass es das überhaupt gibt. Das Revier versank im Dauerregen. Varianten: Nieselregen, Schnürregen, Leichter Regenguss, Starker Guss, wie aus Eimern usw. Welches Volk hatte fast hundert verschiedene Worte für Regen? Die Schotten? Gefühlte Temperatur hier: so etwa 6 Grad.
Schön, über das Abenteuer Venedig schon lesen zu können. Beruhigend, dass alle Hibernianer die Fähre rechtzeitig erreicht haben.
Durchsagen scheinen dafür da zu sein, dass man sie nicht versteht...
Euch weiter eine gute Reise mit einem sich ausbreitenden Gefühl griechischer Gemütlichkeit und vielen weiteren Versuchen mit der griechischer Tastatur.

Frauke hat gesagt…

Hiyah! Liebe Grüße aus dem verregneten Ruhrgebiet!! Super, dass du dir die Mühe mti dem Blog machst!!

Bis bald!
Frauke